By Manfred Petautschnig on Mittwoch, 12. November 2014
Category: Gesundheit & Wohlbefinden

Gibt es obere und untere Bauchmuskeln?

Nein, gibt es nicht!

Viele Personen denken, dass man die oberen von den unteren Bauchmuskeln im Training getrennt voneinander trainieren kann.Vor allem nach Übungen für die untere Bauchmuskulatur werden Trainer in Fitnessclubs immer wieder gefragt.

Leider gibt es diese Übungen nicht.

Ein Bauchmuskeltraining mit Situps, Chrunch oder Beckenheben, trainiert immer die gesamte gerade Bauchmuskulatur.

Sie ist eine gerade Muskeldecke, die beim Brustbein ansetzt, bis zum Schambein reicht und durch die sogenannten Schaltsehnen unterbrochen wird. Diese Sehnen formen damit den sogenannten Sixpack.
Der Grund für das Interesse an einem Training für „den unteren Bauch“ liegt daran, dass sich alle eine lokale Fettverbrennung, ein sogenanntes „Abtrainieren“ des Bauchfettes, dabei erhoffen.

Genetisch bedingt ist es einfach so, dass am Unterbauch mehr Fett eingelagert wird als im oberen Bereich.

Fälschlich wird immer wieder angenommen, dass vor allem das Beckenheben, oder sogar das falsche Beinheben (das nicht mit der Bauchmuskulatur, sondern nur mit den Hüftbeugern ausgeführt wird), dabei behilflich ist.

Es gibt also weder eine Übung für die unteren Bauchmuskeln, noch kann der Körper beim Krafttraining Depotfett wie am Bauch vorhanden, verstoffwechseln.

Lokale Fettverbrennung

Der nächsten Mythos - die lokale Fettverbrennung!

Durch eine Bauchmuskelübung verbrennt der Körper kein Fett, das darüber liegt! Das Training dient ausschließlich der Kräftigung und der Erhöhung des Muskeltonus.

Körperfett wird im Ruhezustand verstoffwechselt, ohne den Ort der Entnahme der Fettsäuren unseres Körpers, steuern zu können. Werden durch ein Krafttraining mit anschließendem moderatem Ausdauertraining unsere Energiespeicher von Zucker und Fettsäuren entleert, holt sich der Körper im Ruhezustand die Fettsäuren für die Auffüllung der Speicher wieder aus den Depotfetten. Vom ganzen Körper, egal welche Muskelgruppe wir vorher trainierten!

SLIM BELLY, SLIM LEGS und HYPOXI

Einzig und allein dazu konzipierte Geräte mit speziellen Über- und Unterdrucktechniken, wie SLIM BELLY, SLIM LEGS oder HYPOXI Geräten, bringen den gewünschten lokalen Effekt.

Hier sorgt die erhöhte Durchblutung für die Aktivierung des Depotfettes, während der Bewegung. Dadurch nimmt sich der Körper Fettsäuren aus der
Problemzone. Wichtig ist dabei aber die Entleerung der Kohlenhydratspeicher vor der Anwendung.
Also vorher Krafttraining – dann Ausdauertraining mit SLIM BELLY, SLIM LEGS oder HYPOXI. Der Effekt erhöht sich dabei um bis zu 50%!

TÄGLICHES BAUCHMUSKELTRAINING SCHADET!

Viele trainieren ihre Bauchmuskeln täglich. Ob am Morgen nach dem Aufstehen, oder bei jedem Training „zum Aufwärmen“ im Fitnessclub. Die Begründung liegt wiederum in den oben erklärten falschen Annahmen, damit schnell einen flachen Bauch- oder sogar einen Sixpack zu bekommen.

Es schadet sogar der Gesundheit, da die Kraft der Bauchmuskulatur immer größer wird, jedoch seine Gegenspieler, die Rückenstrecker vernachlässigt werden. Das führt zu Dysbalancen der Haltungs- und Stützmuskulatur, Haltungsschäden, Krümmung der Wirbelsäule, Nackenverspannungen, LWS Beschwerden, usw.

Die Bauchmuskeln 2 mal pro Woche zu trainieren reicht! Schließlich trainiert man auch seine Bizeps nicht täglich.

Drehen und Seitbeugen

Auch Drehbewegungen – wie immer wieder beobachtet – sollte man beim Bauchmuskeltraining meiden. Ein Verdrehen und Beugen der Wirbelsäule muss korrekt ausgeführt werden (was aber die wenigsten können), da es sonst zu einer Belastung der gesamten Wirbelsäule kommt. Warum es ausgeführt wird, liegt auf der Hand: der seitliche „Schwimmreifen“ oberhalb der Hüfte muss weg ... und, funktioniert’s?
Was denkst du?

 

Text:
Manfred PetautschnigFit-Center Hallein GmbH & CoKG
www.fit-center-hallein.at

Related Posts

Leave Comments